Ayutthaya

Von Sarah am  24.12.2015 |

Datum: 22.12.-24.12.2015 Ayutthaya

Mit der 3. Klasse und Schiff ans Ziel

Irgendwann schafft es unser Bus, sich durch den verstopften Verkehr in Bangkok zu kämpfen. Von Bangkok geht es für uns weiter mit dem Zug, in der 3. Klasse fahren wir 2,5 Stunden in Richtung Ayutthaya. Die Umgebung bleibt lange stätisch und nur langsam weichen die vielen Gebäude einigen Feldern. Die Sonne geht langsam unter und im Dunkeln erwartet uns der Bahnhof von Ayutthaya. Ein kleines Schiff bringt uns über den Fluss und langsam aber sicher sind wir alle doch etwas müde und froh unser Gästehaus nach kurzem Suchen zu erreichen. Nach dem Nachtessen freuen sich alle in die Welt der Träume zu versinken.

Ayutthaya – die Ruinen der siamesischen Hauptstadt

Die einstige Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya ist heute bekannt als UNESCO Welterbe. Die Altstadt ist im siamesisch-birmanischen Krieg zerstört und aufgegeben worden. Die eindrücklichen Ruinen sind heute geschützt als Geschichtspark Ayutthayas.

Bevor wir uns mit einer Stadtkarte und unseren Ein-Gang-Fahrrädern auf die Erkundungstour machen, gibt es ein typisches Thailändisches Frühstück. Dazu gehört Reis und zwei Beilagen nach Wahl. Die Beilagen bestehen meist aus Fleisch, Chili und Gemüse. So wählen wir einfach etwas und hoffen, dass es schmeckt. Nicht jeder hat Glück mit seiner Wahl, aber wer zufrieden war, war dafür satt ;).

Bei den grossen Strassen realisieren wir, wie gross diese Stadt ist (und wir befinden uns hauptsächlich auf der sogenannten „Insel“). Um uns herum herrscht viel Verkehr, asiatische Überholmanöver und viel Staub.

Kaum aber bei den Ruinen angelangt, ist es angenehm. Zu unserem erstaunen hat es weniger Touristen unterwegs, als wir erwartet hätten. So schlendern wir durch die Anlagen, beeindruckt von der jetzigen Grösse und Anzahl an Ruinen und gleichzeitig ist es fast unvorstellbar, wie imposant und gross die Altstadt wohl zu ihren Blütezeiten ausgesehen haben muss, wenn nun schon ihre Überreste so eindrücklich sind.

Statt viel Text lassen wir hier für einmal die Bilder sprechen:

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Die Bilder könnten eine Vorstellung eines ruhigen, gemütlichen Ortes erwecken, dies wäre aber falsch. Die Ruinen und Tempelanlagen sind sehr eindrücklich, wunderschön und laden zum Verweilen ein. Die Stadt Ayutthaya selbst gefällt uns allen sechs weniger. Als Judith, Rahel und ich noch auf eine Erkundungstour gehen, um einen Markt zu besuchen, erwartet uns eher ein Vergnügungspark (die Thailänder scheinen solche Orte zu mögen) anstatt lebensnahes Marktleben wie wir es uns erhofft haben. Allgemein wirkt die Stadt sehr verstreut und wir haben nur wenige kleine Strassen gefunden, um so einen kurzen Blick auf das alltägliche ruhigere Leben zu erhaschen. Davon wünschten wir uns etwas mehr: Einblicke in das thailändische Leben.